Die Trainings-Akademie bietet ein Angebot an Aus- und Weiterbildungen für Menschen, die engagiert und professionell andere Menschen begleiten, unterstützen, beraten, fordern und fördern.

Unsere Seminare, Workshops und Lehrgänge richten sich ebenso an Berufsein- oder umsteigerInnen, wie an Personen, die bereits in einem Bereich der Aus- und Weiterbildung tätig sind, wie z.B. TrainerInnen, BeraterInnen und Coaches, an alle diejenigen, die in sozialen Einrichtungen in den unterschiedlichsten Berufen arbeiten, oder anderweitig mit Teams und Gruppen arbeiten.

Entsprechende Berufsbilder stellen wir auf diesen Seiten vor und freuen uns über kompetente Anregungen:


Vielfältige Funktionen und Tätigkeiten
Nicht nur der Begriff des Trainings, sondern auch der Beruf des Trainers bzw. der Trainerin hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Aufgrund der Vielfalt an verschiedenen TrainerInnentätigkeiten kann von keiner einheitlichen oder gar geschützten Berufsbezeichnung gesprochen werden. Der Begriff des Trainings ist landläufig aus dem Sport bekannt und zeigt auf, dass Training meist dann zum Einsatz kommt, wenn nur konsequente Übung und Erfahrung zum Lernerfolg führen. Das Portal www.training.at zitiert auf seinen Seiten das Kleine Pädagogische Wörterbuch mit folgender Kurzdefinition: "Training ist die gezielte Übung geistiger, psychischer, sozialer, körperlicher oder sonstiger Fähigkeiten und Fertigkeiten". Training bedeutet also, neues Wissen zu vermitteln und neue Fähigkeiten und Verhaltensweisen einzuüben. Es folgt einem festgelegten Ziel und ist auf ein didaktisches Konzept aufgebaut.
Was ist ein Trainer bzw. eine Trainerin?
Erst in jüngerer Zeit ist in Österreich der TrainerInnenberuf aus dem Schatten des klassischen ReferentInnen- und KursleiterInnenberufs getreten. TrainerInnen sind in erster Linie weniger Vortragende oder WissensvermittlerInnen, als vielmehr Personen, die Lernprozesse ermöglichen oder moderieren. Sie spannen Lernräume auf, in denen sie lernbereite und -interessierte Personen anleiten, begleiten, beraten und ihnen helfen, ihre eigenen Lernerfahrungen zu machen. Daneben bleibt die klassische Wissensvermittlung als wichtiger Bestandteil des methodisch-didaktischen Konzepts eines/r TrainerIn erhalten. Lehren und Begleiten sind somit keineswegs als Gegensätze zu sehen, sondern als einander ergänzende didaktische Einheit.
Tätigkeiten von TrainerInnen
Der Tätigkeitsschwerpunkt liegt bei TrainerInnen mehr auf dem Einüben von Fähigkeiten, als auf der reinen Wissensvermittlung. Der wesentlichste Unterschied zum verwandten Beruf des Coaches ist die Tatsache, dass TrainerInnen in der Regel mit Gruppen arbeiten und nicht mit Einzelpersonen, was sich stark im Tätigkeitsprofil niederschlägt. Hier ein Katalog von Tätigkeiteiten und Aufgaben von TrainerInnen:

  • Konzipieren, Designs entwickeln
  • Übungen, Methoden etc. (weiter)entwickeln
  • Führen/Leiten von Gruppen
  • Strukturieren
  • Moderieren von Diskussionsprozessen
  • Vortragen
  • Präsentieren
  • TeilnehmerInnen bzw. Kleingruppen anleiten, moderieren
  • Aufgaben stellen/anleiten
  • Bewerten/Feedback erteilen bzw. gestalten
  • Kleingruppen einteilen, anleiten, betreuen
  • Transfer sicherstellen
  • Reflexionen anleiten
  • Umgang mit Technik, Medien, Material etc.
Der Berufsalltag von TrainerInnen
Das AMS nimmt dazu in seiner Berufs- und Ausbildungsdatenbank folgendermaßen Stellung:

„TrainerInnen verfügen über ein fundiertes Fachwissen hinsichtlich Kommunikation, Rhetorik, Methodik und Didaktik, Moderation, Einzel- und Gruppenpsychologie und Seminargestaltung. Bei den Seminaren geht es vorwiegend um die praktische Umsetzung dieser Kenntnisse. Anhand von Übungen, Videoaufzeichnungen und Feed-back-Runden werden die Schwächen und Stärken der TeilnehmerInnen analysiert und individuelle Trainingsmöglichkeiten ausgearbeitet. Ebenso vermitteln TrainerInnen Entspannungstechniken zum Stressabbau. Je nach fachlicher Qualifikation, die TrainerInnen in ihrem Erstberuf erworben haben, vermitteln sie ihr Fachwissen im Gruppenunterricht. Dabei reicht das Spektrum von fachspezifischen Seminaren (z.B. EDV- oder Produktschulungen) über Kurse für Führungskräfte (z.B. Controlling- oder Managementkurse) bis zu Angeboten im Bereich Supervision und Coaching." AMS Berufsdatenbank

Typen von TrainerInnen
TrainerIn ist nicht gleich TrainerIn. Seit seinen Anfängen in Österreich hat sich der TrainerInnenberuf rasant weiterentwickelt. TrainerInnen arbeiten heute in den unterschiedlichsten Kontexten, sodass eine präzise Einordnung wiederum nur entlang der Funktionen erfolgen kann. Die folgende Liste, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, soll einen Eindruck von der fortgeschrittenen Ausdifferenzierung dieses Berufsfeldes geben:

  • FachtrainerIn (EDV, Sprachen, Betriebswirtschaft usw.)
  • LerntrainerIn (Lernen lernen usw.)
  • BerufsorientierungstrainerIn, AMS-TrainerIn
  • WirtschaftstrainerIn
  • PersönlichkeitstrainerIn
  • VerhaltenstrainerIn etc.

Im Bereich Arbeitsmarkttraining unterscheiden wir folgende TrainerInnentätigkeiten unterscheiden:

  • Gruppentrainings, z.B.:
    • Fachtrainings, z.B.: EDV, kaufmännische Qualifizierungen, technische Qualifizierungen, Sprachen
    • Berufsorientierung und Bewerbungstrainings für unterschiedliche Zielgruppen, z.B.: Jugendliche, Frauen, gem. Gruppen mit Erwachsenen, Älteren Arbeitsuchenden
    • Persönlichkeitstrainings, z.B.: Kommunikation, Umgang mit Konflikten,...
  • Arbeit mit Einzelpersonen, z.B.:
    • als Einzelcoach, z.B. mit dem Fokus auf individuelle Bewerbungsstrategien
    • als sozialpädagogische/r BetreuerIn, z.B. zur Unterstützung bei der Aufarbeitung von Vermittlungshemmnissen